Osterfeuer

Osterfeuer in Üfte-Overbeck

Osterfeuer werden  am Osterwochenende vielerorts auf grund verschiedener Bräuche entfacht, so auch in Üfte-Overbeck.

Die Tradition der Osterfeuer findet den Ursprung im heidnischen Brauchtum. Schon in der jüngeren Bronze- und Eisenzeit wurden zu diesem Zweck, meist in exponierter Lage, so genannte Brandopferplätze angelegt. Der Kult diente vermutlich dazu, den Winter durch den Feuerschein zu vertreiben, sowie die Keimkraft, das Wachstum und die Ernte zu sichern, wobei die Asche auf die Felder verstreut wurde.

Auch in der christlichen Liturgie kommt das Osterfeuer vor. An einem Feuer wird anlässlich der Ostermesse in der katholischen Kirche die Osterkerze entzündet. Die brennende Kerze versinnbildlicht dabei Christus als Licht der Welt.

Wann die Tradition der Osterfeuer in Üfte-Overbeck Einzug hielt, ist nicht belegt. Die Alten in der Bauerschaft erinnern sich aber, dass es schon immer Sitte war, sich am Abend des Ostersonntags im Kreise von Nachbarn und Freunden an Feuern zu versammeln. Dort wurden mitgebrachte Leckereien verzehrt und die Geselligkeit gepflegt.

Auch Bernhard Möllmann, Erster Reckenmester der Trachtenschützengilde Üfte-Overbeck von 1929 bis 1948, pflegte diesen Brauch und lud neben Nachbarn und Freunden auch die Mitglieder der Trachtenschützengilde jährlich zum Osterfeuer auf dem Lofkamp ein. Diese Tradition ist bis heute erhalten geblieben und wird von seinem Enkel Christoph Möllmann, den jetzigen Ersten Reckenmester der Gilde, fortgeführt, auch wenn eine zunehmende Umweltdiskussion die Durchführung von Osterfeuer vermehrt erschwert.